08. September 2026 – Leserbrief

Quelle: Nordsee‑Zeitung, Dienstag, 08. September 2026


04. September 2026

Quelle: Nordsee‑Zeitung, Freitag, 04. September 2026


03. September 2026

Schiffdorfer Politik will preisgekrönte Zukunftsschule schließen – jetzt reichts!

Verantwortliche Politiker in Schiffdorf versprechen eine bessere Bildungszukunft aber schließen mal ebenso, fast nebenbei im Eiltempo die hervorragend geführte und über Wehdel hinaus beliebte Bürgermeister-von-Soosten-Schule.
Eine vorbildliche Vorreiter-Institution, ausgezeichnet vom Kultusministerium als Zukunftsschule, eine von sechs Grundschulen im Landkreis Cuxhaven, die qualifiziert ist für die Förderung besonderer Begabungen, die zum zweiten Male für den Deutschen Schulpreis vorgeschlagen wurde und 2026 erneut die Auszeichnung “Umweltschule in Europa” erhielt.
“Die Umsetzung als Ganztagsschule ist erfolgreich. Sie bietet unter anderem ab der 1. Klasse Englischunterricht an. In der Begabtenförderung kommen sogar Kinder aus umliegenden Gemeinden nach Wehdel zur Schule. Aus pädagogischer Sicht gibt es überhaupt keinen Grund, ausgerechnet diese Schule zu schließen”, meint Wehdels Schulleiterin Ilka Bremicker!

Jetzt das Aus!? Krasser geht es nicht. Das ist eine Verfehlung der Verantwortlichen und nicht das soziale Wahlversprechen aus dem Jahre 2021, oder der aktuellen Kommunalwahlplakate 2026: “Stabilität statt Chaos”! „Denn wir haben Chaos pur“, meint Kommunikationsstratege und Mitglied der neuen “Bürgerinitiative Pro Schule Wehdel” Reiner Pomplun aus Wehdel und ergänzt: „Eine Top-Bildungsstätte wird abgeschafft, unsere Ortsidentität wird verwässert, im Ortskern werde der Mittelpunkt eines sozialen Zentrums zerstört und der Ort wird in wenigen Jahren an Attraktivität und an Wert verlieren. Hand in Hand mit den Bürgern, bürgernahe Politik, so die Wahlslogans der CDU aus den vergangenen Jahren, war wohl etwas Wunschdenken.

Wehdels Ortskern, das soziale Zentrum soll mit der Schließung der Schule „totgemacht“ werden.

Wolfgang Lehmann, Ortsheimatpfleger und Mitgründer der Bürgerinitiative, betont: Mit Schule, Kindergarten, Sportetage, Jugendgemeindehaus, Sportplatz, Feuerwehrhaus und Kirchengemeindehaus sei dieses Zentrum von den verstorbenen Bürgermeistern Udo von Soosten (CDU) und Christian Sebade (CDU) geschaffen worden. Ein Mittelpunkt für Jung und Alt. Sie hätten bestimmt niemals die Zerstörung ihres Lebenswerkes hingenommen. Es sei seltsam, dass eine finanzschwache Gemeinde ohne Finanzierungsplan und ohne Zeitdruck mit viel Eile solch eine teure Entscheidung traf. So eilig, dass man sogar bereit war, Wahlversprechen zu brechen, denn SPD und CDU plädierten in ihren Wahl-Flyern vor fünf Jahren für den Erhalt aller Schulen in der Gemeinde.

Landesschulbehörde erteilt der Bürgermeister-von-Soosten-Schule ein äußerst positives Gutachten.

Nach einem Gutachten der Landesschulbehörde gibt es ab 01. 08. 2025 folgenden Sachstand (abgekürzt wiedergegeben): Der angrenzende Kindergarten zur Schule arbeitet über viele Jahre gut mit der Schule zusammen. Fachgebundene Räume für Musik, Kunst und Werken können aus den beiden leerstehenden Räumen mit wenig Geld für Türdurchbrüche von der Kommune zur Verfügung gestellt werden. Die Schule verfügt über: eine neue Mensa; im Verwaltungsbereich ein Lehrerzimmer, eine Bibliothek die multifunktional nutzbar ist, ein SL-Raum und ein Sekretariat, 1 Hausmeisterraum; 3 Räume im Keller (Archiv); ein windgeschützten Pausenhof; ein großer Spielplatz; eine von Kindern erbaute Gartenanlage; ein Kunststoffspielplatz 20×40 m; eine Turnhalle 15×27 m und eine hervorragende Sportanlage mit 400-m-Kunststoffbahn. Die von der Landesschulbehörde geforderten Lehrerarbeitsräume, Lehrmittelräume und Medienräume sind multifunktional vorhanden oder nach den Erfahrungen des Kollegiums nicht erforderlich. Die Schüler können zudem einen 90 qm großen Bewegungsraum im Obergeschoss der Schule nutzen. Fazit: Die räumlichen Bedingungen für einen zukunftsorientierten Unterricht sind komplett vorhanden. Anmerkung: Zwischenzeitlich nutzt die Schule die zwei leer stehenden Räume der Kita für den Schulunterricht.

Finanzschwache Gemeinde will sich einen extrem teuren Schul-Masterplan leisten.

“Ein seriös handelnder, verantwortungsvoller Kaufmann würde solch ein teures Vorhaben nicht ohne gesicherten Finanzierungsplan vornehmen. Was für höhere Steuerlasten haben wir in Zukunft von der Gemeinde noch zu erwarten?“, so Diplomfinanzwirt Lehmann und ergänzt: „Ende Mai 2025 beschloss der Gemeinderat, entgegen des Votums seines Schulausschusses, die Zusammenlegung der Grundschulen Sellstedt und Wehdel am neuen Standort in Sellstedt. Aber es geht spannend weiter. Am 30. Juni 2026 sollte zwischen den Gemeinden Geestland, Beverstedt und Schiffdorf geklärt werden, ob Geestland und Beverstedt weiterhin Schüler aus ihrem Gemeindegebiet nach Geestenseth schicken will. In der Öffentlichkeit ist bisher nichts über das Ergebnis bekannt geworden. Möchte man das Ergebnis erst nach den Wahlen publik machen?“

Dr. Denis Ugurcu, Vorstandsvorsitzender der CDU Schiffdorf, sagte auf der letzten Wehdeler Bürgerrunde dazu, dass beim Scheitern der Verhandlungen mit den Nachbargemeinden die Wehdeler Kinder nach Geestenseth zur Schule gehen müssten. “Sind die Wehdeler Schulkinder zum Spielball der Schiffdorfer Politik geworden? Was kann man den Politikern vor Ort noch glauben“, resümiert Lehmann frustriert. Wenn die Wehdeler Kinder demnächst nach Geestenseth gehen müssten, ginge die großzügige Planung für die neue Sellstedter Schule nicht mehr auf. Dann bliebe für Sellstedt nur eine kleinere Version übrig. Ein weiteres großes Fragezeichen stehe dann dahinter, in welchem Jahr Geestland und Beverstedt ihre Schüler aus Geestenseth abziehen wollen und welche Auswirkung das im Zeitablauf auf die Wehdeler Schule hätte, so Lehmann.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse plädieren für den Erhalt von Dorfschulen.

Die Dorfschule ist mehr als “in”. Sie ist weltweit überlebenswichtig und bietet ein allumfassendes Lernen. Deshalb wurde weltweit seit 2009 von Dänemark über Chile bis China voll auf ganzheitliche bewährte Dorfschulen mit technischer Aufrüstung gesetzt. China baut sogar wieder neue Dorfschulen! So die Forschungen weltweit, unter anderem die OECD, die umfassendste und wichtigste internationale Übersicht zum Thema Dorfschulenerhalt.
Auch in Deutschland gibt es sehr gute Ansätze und Erfolge durch: Die “Montag Stiftung” für Bildung, Jugend und Gesellschaft in Bonn oder Ideen des “Münchener Lernhauskonzepts” in München. Die Bürger in Wehdel wurden von der Politik in Unwissenheit gehalten!
Anstatt sie voreilig zu schließen, sollte unsere Wehdeler Schule digital aufgerüstet werden und als „kreativer und flexibler moderner Lernort“ bleiben! Die Schulentwicklung sei im Zeitalter der KI (künstliche Intelligenz) so rasend schnell, dass man wahrscheinlich heutige kostenintensive Planungen für eine große Schule in Sellstedt vergesssen kann. In Finnland, Norwegen und Italien gehe man zum Beispiel andere, bessere Wege. Man vernetze hier die Dorfschulen und lege viel mehr Wert auf kurze und sichere Schulwege und setzt auf eine begeisternde und spannende altersgerechte Lernqualität an den Schulen. Gerade in dieser Hinsicht sei die Wehdeler Schule ein Vorbild. So sieht eine Vision und Vorreitermentalität aus, betont Reiner Pomplun.

Die Bürgerinitiative wehrt sich gegen Schiffdorfer Schulpolitik

Die Wehdeler Bürger wollen nicht weiter dieser Schiffdorfer Politik tatenlos ausgeliefert sein und gründeten, vornehmlich aus der Elternschaft der Schule, spontan die Bürgerinitiative “Pro Schule Wehdel”! Politisch neutral, kein Verein und nur eine Personengruppe, die sich voll auf ein Ziel fokussiert: Der Erhalt der Wehdeler Bürgermeister-von-Soosten-Schule!
Mit eigenem Infoprogramm werden die Bürger jetzt mit Wissen ausgestattet und finden verlässliche Gesprächspartner. Das, was die Politik versäumt hat. Denn wichtige Punkte, die für den Erhalt der Wehdeler Schule sprechen, seien gar nicht an die breite Öffentlichkeit gekommen.

“Ich bin von der Resonanz der Mitbürger in der Gemeinde Schiffdorf total begeistert und stoße auf sehr viel Zuspruch. Tagtäglich treten neue Leute dieser Bürgerinitiative bei.“ Dabei stecke man noch in der Anfangsphase. Die öffentliche Darstellung der Politiker unserer Gemeinde im laufenden Wahlkampf und der feststellbare zunehmende Frust bei den Mitbürgern habe schließlich zur Gründung dieser Initiative geführt, so Wolfgang Lehmann.

Reiner Pomplun und Wolfgang Lehmann


01. September 2026

Quelle: Nordsee‑Zeitung, Montag, 01. September 2026


23. August 2026

Unser neuer Flyer ist online!


20. August 2026

Quelle: Nordsee‑Zeitung, Donnerstag, 20. August 2026


15. August 2026

Quelle: Nordsee‑Zeitung, Samstag, 15. August 2026


23. Mai 2026

Quelle: Nordsee‑Zeitung, Samstag, 23. Mai 2026